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Nichts zu hören auf UKW?

 

Wie oft haben Sie einen UKW-Funkruf empfangen, bei dem das Signal sehr schwach war oder gar Unterbrechungen aufwies, und das, obwohl sich das sendende Boot ganz in der Nähe befand? Im Folgenden sind fünf vorbeugende Maßnahmen aufgeführt, durch die verhindert werden kann, dass eine perfekte UKW-Funkanlage zwar gut empfangen, jedoch nicht wie erwartet senden kann.

Stromversorgung zu schwach

 

Jedes UKW-Funkgerät zieht beim Empfang von Funksprüchen etwas Strom [bei der beliebten UKW-Funkanlage Simrad® RS40-B sind das weniger als 1 A (Ampere)]. Beim Senden jedoch sind das beispielsweise beim RS40-B bei einer Sendeleistung von 25 W schon in etwa 6 A, also mehr als das Sechsfache der Standby-Stromstärke. Es ist möglich, dass ein Funkgerät über genügend Leistung zum Empfangen verfügt, beim Senden jedoch ein mangelhafter elektrischer Anschluss aufgrund der hohen Stromstärke versagt oder dass beim Drücken der PTT(Press-To-Talk)-Taste die Spannung zusammenbricht. Wir lassen hier den Physikunterricht einmal weg, aber je höher der Energiebedarf, desto größer ist auch das Problem, das jeder Widerstand in der Stromversorgungsleitung verursachen kann. Überprüfen Sie alle Steckverbinder auf ordnungsgemäßen Zustand und Sitz, und überzeugen Sie sich davon, dass die Kabel mindestens den vom Hersteller empfohlenen Drahtmaß entsprechen. Vergessen Sie nicht, sich auch die Leitungssicherung anzusehen und diese ggf. auszutauschen – manchmal lassen diese Sicherungen mit der Zeit einfach nach und stellen dann einen hohen Widerstand dar oder sind korrodiert.

Antennenanschluss mangelhaft

 

An den meisten UKW-Seefunkanlagen, auch an denen von Simrad®, findet sich ein Stecker PL259 zum Anschließen der Antenne am Transceiver. Der Innenleiter des Kabels ist nicht wie beim Anschluss einer Fernseh-Satellitenanlage ausgeführt und sollte im Normalfall an den Stift des Steckers gelötet sein, es sei denn, der Leiter ist durch eine Klemmverbindung oder eine Schraube extra gesichert. Der als Abschirmung fungierende Außenleiter muss sauber sein und eine gute elektrische Verbindung zum Gehäuse des Steckers aufweisen. Eine regelmäßige Erneuerung zahlt sich oft aus und verhindert sogar möglicherweise Schäden an Ihrer UKW-Funkanlage. Eine hilfreiche Anleitung zum Herstellen eines typischen gelöteten PL259-Steckers finden Sie auf https://youtu.be/_iy4W03GnBk. Wenn an einem Steckverbinder Anzeichen von Korrosion zu verzeichnen sind, schneiden Sie das Kabel bis zu der Stelle zurück, an der das Kupfer des Innenleiters und der Abschirmung golden glänzt (und nicht schwarz ist). Installieren Sie einen neuen Stecker (üblicherweise bei Ihren örtlichen Händlern für Marineelektronik erhältlich), und entfernen Sie jegliche Korrosion von der Anschlussbuchse am UKW-Funkgerät.

Billig-Antenne

 

Auch bei einer Seefunkantenne erhalten Sie immer nur das, wofür Sie bezahlen. Investieren Sie also besser in eine bekannte Marke. Ihr örtlicher Händler für Marineelektronik berät Sie gern zu den günstigsten Optionen. Antennen werden in festen Längen angeboten. Diese Längen sind von der Wellenlänge der UKW-Frequenz abhängig. Je länger, desto besser, eine kürzere Markenantenne hoher Qualität funktioniert jedoch in der Regel besser als eine längere No-Name-Antenne oder eine Billig-Antenne.

Antenne defekt

 

Wenn Sie Anzeichen von Schäden erkennen, z. B. Risse in der Oberfläche oder Flickstellen mit Klebeband an einer Antenne aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder Korrosion an einer Peitschenantenne aus Metall, ist es an der Zeit, diese Antenne auszutauschen. Vergessen Sie nicht, die Antenne abzusenken, wenn Sie unter einer Brücke hindurch müssen. Antennen aus glasfaserverstärktem Kunststoff weisen zwar ein gewisses Maß an Biegsamkeit auf, aber auch diese Antennen mögen nicht, von etwas gerammt zu werden. Eine weitere häufige Ursache für Schäden ist das Hissen einer Gastlandflagge an der Antenne. Das kann schon eine große Belastung darstellen und bei hoher Geschwindigkeit oder bei starkem Wind Risse verursachen und sollte am besten vermieden werden.

Sichtlinie und Ausrichtung

 

Mit 45 Grad Neigung installierte Antennen lassen Ihr Boot möglicherweise schnittiger aussehen, tragen jedoch nicht unbedingt zum besseren Senden und Empfangen von UKW-Signalen bei. Die Antennen sollten vertikal ausgerichtet sein. Das hält zudem Seevögel davon ab, Ihre Antennen als Verweilplatz zu schätzen. Denken Sie an das im Seefunkkurs Gelernte: UKW basiert auf Sichtverbindung, und je höher die Antenne auf dem Boot montiert ist, desto besser. Aus diesem Grund finden sich gut installierte kurze Peitschenantennen ganz oben auf dem Mast der Yacht und übertreffen in ihrer Leistung dadurch meist auch die beeindruckendsten Glasfaser-Antennen auf den beeindruckendsten Motoryachten.

Weitere Unterstützung

 

Benötigen Sie Hilfe zu einer UKW-Funkanlage, gleich welcher Marke, mit unbefriedigender Leistung? Dann wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren nächstgelegenen Simrad® Vertriebspartner für Marineelektronik.  

 

Unsere Vertriebspartner verfügen über die entsprechende Erfahrung und die richtigen Mittel zum Erkennen und Beheben des Problems.

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