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Kaasbøll und LoVeMar

Simrad Yachting, das führende norwegische Technologieunternehmen LoVeMar AS und der Aluminiumbootsbauer Kaasbøll Boats AS haben gemeinsam ein technisch innovatives Projekt mit großer Bedeutung für die Nachhaltigkeit ins Leben gerufen. Das Trio hat gemeinsam ein technologisch hochmodernes Boot entwickelt, das in der Lage ist, unter allen Bedingungen, die in den Küstengewässern der Nordsee auftreten, bei Nacht und Tag Müll aus dem Wasser zu fischen.

 

 

 

Technische Unterstützung für „Clean-Up Norway“

 

Der Impuls für dieses außergewöhnliche Boot war das nationale Programm „Clean-Up Norway“, das von Handelens Miljofond unterstützt wird, dem größten privaten Umweltfonds in Norwegen. Der Fonds finanziert und unterstützt gezielt Projekte, bei denen es darum geht, Plastikabfall messbar zu reduzieren und den Recycling-Anteil bei Plastik zu erhöhen.

 

Das Programm wurde am 22. September 2020 in Lofoten vom Klima- und Umweltminister Sveinung Rotevatn gestartet. Bis Ende 2023 sollen mindestens 40 Prozent der äußeren Küsten Norwegens und Spitzbergens sowie die wichtigsten Wasserläufe gesäubert werden. Die Arbeit umfasst 12 regionale Projekte mit einem Gesamtbudget von 300 Millionen Norwegischen Kronen.

 

Die Finanzierung ist jedoch nur der eine Teil, darüber hinaus müssen auch die richtigen technischen Hilfsmittel für die Umsetzung entwickelt werden. Hier kommt das Fachwissen der Projektpartner ins Spiel.

Ein robustes Boot, speziell für diese Aufgabe

 

Kaasbøll Boats wurde 1991 gegründet und hat sich inzwischen zu einem der erfahrensten Hersteller von kleinen Booten aus Aluminium in Norwegen entwickelt. Heute fertigt das Unternehmen robuste und schnelle Freizeit- und Sportbote mit Außenbordmotor und Längen von 5,9 m bis 13,5 m, die in ganz Europa – von Spitzbergen im Norden bis Spanien im Süden – im Einsatz sind.

 

Um den anspruchsvollen Anforderungen des Projekts „Clean-Up Norway“ gerecht zu werden, hat das Unternehmen ein 11,8 m langes Landungsboot mit Bugrampe, einem großen offenen Vorderdeck und einem schützenden Steuerhaus im Heck entworfen und gebaut. Der Rumpf ist robust genug, um ein Auflaufen im flachen Vorküstengewässer problemlos auszuhalten, und zwei Viertakt-Benzinaußenborder von Mercury mit je 300 PS bieten die erforderliche Leistung für einen sicheren Betrieb unter verschiedensten Bedingungen.

Einsammeln von Abfall im Meer

 

Für Torstein Hansen, den Gründer von LoVeMar, war die Lösung von Umweltproblemen schon immer ein wichtiges Thema, und er hat bereits in den 1970s Jahren ein Gerät zum Aufnehmen von ausgelaufenem Öl namens „Ringnotlensa“ entwickelt. Terje Olav und Michal, Sohn und Enkel von Torstein, teilen die Leidenschaft ihres Vaters für das Meer und entwickeln Lösungen, mit denen Plastikmüll aus Ozeanen, Flüssen und von Stränden entfernt werden kann.

 

Die LoVeMar-Lösung für das Projektboot umfasst ein großes Reinigungssystem mit U-förmigem Ausleger zum Einsammeln von im Meer treibendem Abfall und ein schwimmendes Förderband, das Abfälle in Küstenbereichen ohne Straßenanbindung vom Land zum Schiff transportiert. Über das Förderband können auch Geräte transportiert werden, und es kann als Steg für die Strandreiniger dienen, die am Strand Plastikmüll aufsammeln.

Sicherheit und Effizienz

 

Für dieses Projekt wurde Simrad® Marineelektronik gewählt, da diese für ihre nachweislich robuste, zuverlässige und genaue Leistung bekannt ist, sodass sie den Anforderungen eines gewerblichen Betriebs sowie den rauesten Wetterbedingungen standhalten kann. Der Beitrag zum Projekt „Clean-Up Norway“ spiegelt zudem die Überzeugung des Unternehmens wider, dass mit moderner elektronischer Technologie messbare Erfolge für die Gesundheit der Ozeane erzielt werden können.

 

Die Ausrüstung des Projektboots musste die Anforderungen für einen sicheren Betrieb in Norwegens oft gefährlichen und wechselhaften Küstenumgebungen erfüllen – rund um die Uhr bei widrigen Nebelbedingungen und in langen Winternächten. Aus diesen Gründen hat sich das Projektteam für Simrads HALO20+-Pulskompressionsradar mit einer Reichweite von 36 Seemeilen entschieden, der äußerst genaue und zuverlässige Bilder von Meer und Küste liefert.

 

Am Ruder bietet ein Simrad® NSSevo3S™Multifunktionsdisplay dem Team alle wichtigen Informationen, von Radar und Sonar bis hin zu Navigationskarten. Ein vollständig integrierter Autopilot bietet die Möglichkeit, die Abfahrt bestimmter Gebiete, in denen Müll eingesammelt werden soll, mit optimaler Effizienz zu planen.

Projektbeginn

 

Im Rahmen der einzigartigen Partnerschaft wurde dieses Jahr bereits das erste von drei Booten bereitgestellt. Bømyrværing kam Ende Juli von der Werft in Hitra nach einer langen Fahrt entlang der norwegischen Küste bei schlechtem Wetter in Bømyra an. Zunächst gab es einen Testlauf für das Einsammeln von Müll im Kai- und Strandbereich. Dann ist das Boot zu seinem ersten Einsatz bei Rekvika in der norwegischen Region Andøy aufgebrochen, wo es mehr als 30 m3 Müll aus dem Meer gefischt hat. Jetzt setzt Bømyrværing seine Mission fort und sammelt rund um die Insel Andøya Müll und Plastikabfälle ein.

 

LoVeMar beschäftigt inzwischen fünf Mitarbeiter für die Müllbeseitigung, und die Kommunen vor Ort wollen künftig ca. 10 Personen für das Einsammeln von Müll am Strand anstellen. Zusätzlich zu den klaren Vorteilen der Reduzierung von Plastikmüll und anderem Abfall trägt die Präsenz der effizienten Boote auch dazu bei, in der breiteren Bevölkerung ein stärkeres Bewusstsein für die Empfindlichkeit unserer Ozeane zu schaffen. Sie können den Fortschritt auf der Facebook-Seite von LoVeMar mitverfolgen.

LoVeMar is now employing five people on the clean-up, and the local municipalities will be engaging around 10 people for beach clean-up duties. In addition to the targeted benefits of litter and plastics reduction, the presence of these very efficient boats will create enhanced awareness among the broader population regarding the fragility of our oceans.

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